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In der Kapelle befinden sich drei sehr gut erhaltene Altarretabel, deren Schnitzwerk in der Werkstatt Peter Breuers (1472/73 - 1541) in Zwickau gefertigt wurde, das ebenfalls spätgotische, mit figürlichen Schnitzereien verzierte Gestühl aus Eichenholz, die Kanzel aus dem gleichen Material (Korb-Ergänzung des 19. Jahrhunderts) sowie intime hölzerne Betstübchen auf der Empore unter der zellgewölbten Decke. Im schlossartigem Südflügel befanden sich bis 1945 die Wohnräume der Familie Einsiedel. Die Burg war seit dem 15. Jahrhundert im Besitz der Familie. Die sogenannte Kemenate erhielten ihr heutiges Gesicht im frühen 18. Jahrhundert, doch auch hier ist der mittelalterliche Baukörper in den Grundzügen erhalten. Teile der Burg werden bereits seit 1932 museal genutzt. Im genannten Jahr öffnete die Familie Einsiedel ein Heimatmuseum, nachdem die Kapelle, der Turm und andere Räume der Öffentlichkeit bereits seit 1911 zugängig waren. Nach den Kriegsjahren öffnete das Museum als Landkreismuseum. Seit 1992 befindet sich Burg Gnandstein im Eigentum des Freistaates Sachsen. Neben historischen Interieurs des 18. und 19. Jahrhunderts zeigt das Museum u. a. einen schönen Bestand an Bauernmöbeln und bäuerlichem Hausrat. Besuchenswert ist außerdem die alte Kirche in Gnandstein mit Vollplastiken der Herren von Einsiedel und die historische Bausubstanz Gnandsteins.

Impressionen aus dem Kohrener Land   Impressionen aus dem Kohrener Land  Impressionen aus dem Kohrener Land

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